Insekten auf der Scheibe richtig entfernen

Nach einer Autobahnfahrt an heißen Tagen ist die Windschutzscheibe voller Insekten. Das war früher ein Naturgesetz. Heute bleibt der Insektenflug im Sommer oft aus und die Scheibe hat deutlich weniger Verschmutzungen. Doch warum ist das so? Erstaunlicherweise ist nicht das Insektensterben allein daran schuld. Strömungsexperten wissen: Neuere Autos haben einen deutlich geringeren Luftwiderstand und führen fliegende Insektenschwärme einfach um das Auto herum, bevor sie zu dem unliebsamen Dreck auf der Scheibe werden können (Quelle: BR). Leider klappt das nicht immer. In feuchtwarmen Gebieten wie Norditalien oder in Alpenregionen ist der Insektenflug im Sommer durchaus konstant. Und dann muss man die Frontscheibe eben doch putzen. Burak Onur, unser Excase-Pflegeexperte in München, gibt hierzu die besten Tipps:

Viel Wasser nehmen

Füllen sie den Wischwassertank gut auf, denn ohne Wasser wird der Insektendreck zum Härtefall. Die Scheibenwaschanlage braucht unbedingt einige Sprühstöße zu Anfang der Reinigung.

Richtige Reiniger benutzen

Ihr Auto hat noch Frostschutz vom Winter in der Scheibenwaschanlage? Der hilft nicht. Im Winter sind Insekten kein Thema, deshalb enthält Frostschutz auch keine Zusätze, die Insektenkörper lösen oder aufweichen. Ersetzen Sie deshalb im Sommer den Wasserzusatz durch Sommerreiniger (zumeist gelb). Dieser riecht außerdem häufig etwas angenehmer.

Handwäsche ist manchmal unersetzlich

Autoliebhaber wissen, dass Wischerblätter keine wirklich guten Insektenentferner sind. Insektenflug, das heißt Fliegen und Größeres, hat einen sehr harten Chitinpanzer. Sogar Eiskristalle sind weniger hart – und haben auch schon etlichen Wischergummis im Winter den Garaus gemacht. Bei stark verschmutzten Scheiben empfiehlt Burak Onur deshalb die Reinigung von Hand mit einem Fliegenschwamm zur Schonung der Wischerblätter. „Bei einer Fahrzeugwiederaufbereitung in München erledigen wir das routiniert im Vorbeigehen“, so Onur.

Wischerblätter renommierter Marken kaufen

Synthetischer Kautschuk ist für die Reinigung der Scheiben die beste Wahl. Preisgünstige Wischerblätter werden oft mit Naturkautschuk versehen, der schnell verschleißt. Syntheselaminate sind langlebiger und kostengünstig zugleich. Hier besteht ein Teil der Gummilippe aus Synthetik und ein anderer aus Naturgummi. Markenblätter von renommierten Herstellern haben in der Regel eine längere Lebensdauer und rechtfertigen daher einen höheren Preis. Es gilt die Bauernweisheit: Wer billig kauft, kauft zweimal. Also besser mehr investieren gegen Insektenflug und für klare Sicht.

Dafür müssen es nicht immer teure Pflegeschwämme aus dem Fahrzeugfachhandel sein: Ein witziger Life-hack kommt vom deutschen Automobilreiseclub (ADRC). Bewahren Sie beim nächsten Obsteinkauf doch einfach mal das Netz von den Orangen oder Zitronen auf. Mit dem Polyethylengitter bekommt man die Überreste des Insektenflugs auf der Scheibe sofort gelöst und hat ohne langes Schrubben wieder klare Sicht. Hierzu einfach einen handelsüblichen Schwamm in das Netz stecken und wie gewohnt die Scheibe reinigen. Auch ausrangierte Damenstrumpfhosen sollen hier wahre Wunder wirken. Schließlich bestehen auch sie aus einem feinporigen Gittergewebe. Es lässt eingetrockneten Insekten keine Chance.

Und das wichtigste zum Schluss: Wer langsam fährt hat weniger Insektenflug an der Scheibe. Die Fahrtgeschwindigkeit ist entscheidend, sprich: Je schneller desto Klatsch! Schon bei 20 km/h weniger auf der Autobahn reduziert sich die ballistische Stoßenergie ihres Fahrzeugs signifikant. Retten Sie Insekten das Leben. Biene Maja und Willi können dann auch weiter ihren Job machen und Blüten bestäuben. Gute Fahrt und eine schöne Ferienzeit wünscht Excase-Carservice aus München!

Bild:
#680258594 @CBCK-Christine (iStockphoto)

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